Kerstins Kartenwerkstatt

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Mehr Allergien als Freunde

29.05.2026 – 21:47 Uhr
Cover: Mehr Allergien als Freunde

Mehr Allergien als Freunde – Aber das juckt mich nicht von Johanna Wack erschien im Satyr Verlag. Aufmerksam wurde ich auf das Buch mit satirischen Geschichten bei Book meets Pizza auf der Leipziger Buchmesse. Beim Stöbern schlug ich das Buch blind auf und landete bei folgender Geschichte.

„Abschiedsbrief einer Buchhalterin an ihren Ehemann."

Tja, was soll ich sagen. Die Überschrift steht da schwarz auf weiß, aber an dem Abend habe ich statt Buchhalterin Buchhändlerin gelesen. Der Inhalt der Geschichte passt zwar nicht wirklich zur Buchhändlerin, aber das fiel an dem Abend nicht weiter auf. Die Geschichte sorgte dafür, dass ich auch den Rest des Buches lesen wollte. Mein Irrtum fiel übrigens erst auf, als ich in der Mittagspause meinem Chef davon erzählte und ihm eben diese Geschichte vorlesen wollte und zum ersten Mal Buchhalterin las. Die Lacher waren ganz klar auf meiner Seite. Man liest halt manchmal das, was man lesen möchte. Aber dennoch wurde ich von dem Buch nicht enttäuscht.

Die Autorin startet mit einem kurzen Vorwort dazu, wie es zum Titel des Buches kam und warum das mit ein Grund ist, warum es so viele Geschichten geworden sind. Das Ganze ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu lesen. Wobei ich das mit den Allergien durchaus nachvollziehen kann, aber das ist eine ganz anderes Thema.

Die erste Geschichte im Buch handelt von der sinnvollen Benennung von Haustieren und welche Konsequenzen es haben kann, wenn man das nicht beherzigt. Ich habe königlich gelacht. Ich sage nur: Mutti. Du wirst mich verstehen, wenn du die Geschichte gelesen hast. Mutti taucht übrigens in der einen oder anderen Geschichte wieder auf, ebenso Tochter Emily, die mit folgendem Zitat in Zusammenhang steht.

„Auf die komplexe Thematik berufe ich mich in letzter Zeit gerne. Das stimmt fast immer und hört sich zudem an, als hätte ich richtig Ahnung von dem Thema, wäre aber zu klug und zu diplomatisch für erhitzte Diskussionen."

Hier musst du einfach die ganze Geschichte lesen. Aber auch „Tun sie doch was gegen die Liebe!", "Die zehn goldenen Regeln der Prävention für Ü-40-Se(x)" oder "Über das richtige falsche Verwenden von Fremdwörtern" kann ich nur empfehlen. Mit Letzterem kannst du übrigens bei der nächsten langweiligen Einladung punkten, wenn du mit einem Glas Sekt in der Hand auf Fremde triffst, von deren Gespräch du nicht wirklich Ahnung hast. Ich habe gut gelacht.

Diese Geschichten und noch einige mehr findest du in dem kleinen Büchlein. Sie werden dich zum Schmunzeln und Lachen bringen. Besonders das Quartett hat es mir angetan. Wobei es nicht wirklich ein Quartett ist, sondern vielmehr die Idee dazu, aus unfreiwillig erhaltenen Fotos von besonderen männlichen Merkmalen eines zu basteln. In meiner Studentenzeit hätte ich da ein gutes Spiel zusammenstellen können, aber darauf möchte ich jetzt nicht näher eingehen. Wir bleiben schließlich oberhalb der Gürtellinie.

Bist du auf der Suche nach einer kleinen Geschenkidee? Magst du humorvolle, satirische Texte, die mit Witz und Intellekt aufwarten? Dann ist "Mehr Allergien als Freunde" von Johanna Wack genau das richtige Buch für dich. Ob für dich selbst oder zum Verschenken, ich empfehle es dir gerne. Es bietet sich auch wunderbar zum Vorlesen in kleiner Runde an, um dann gemeinsam vergnügt über die Geschichten zu schmunzeln.


Gesamtbewertung: 4/5
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Klappentext

Mehr Allergien als Freunde

Belletristik von Johanna Wack
Cover: Mehr Allergien als Freunde

Johanna Wack sucht im Baumarkt nach dem Urks, sie schreibt Märchen aus der Sicht der Wölfe und stellt sich die Frage, wie eigentlich andere Frauen reagieren, wenn sie Penisfotos geschickt bekommen.
Dies ist das lang ersehnte Debüt einer der komischsten Autorinnen Deutschlands. Seit zwanzig Jahren steht Johanna Wack auf den Lese- und Poetry-Slam-Bühnen dieses Landes. Ihre Storys sind wie Sex and the City auf Norddeutsch. Und noch viel mehr.
Johanna datet Männer mit schlechtem Kunstgeschmack, dreht als alleinerziehende Mutter Pirouetten mit Pinguinen, bedichtet den Ü40-Sex, lauscht bei einer Trennungstherapie und weiß, wie man als Frau trotz Penisneid hart bleibt. Stets schreibt sie mit Spaß an Selbstironie, hoher Pointendichte und reichlich schwarzem Humor.

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