Ein Aperol in Moll
Ein Aperol in Moll von Heidi Troi erschien im Selfpublishing. Es ist der dritte Band der Kriminalroman-Reihe: Ein Fall für Bianca Rossi. Der Fall ist in sich abgeschlossen, sodass das Buch auch unabhängig gelesen werden kann. Ich selbst habe bisher nur diesen Band gelesen und konnte dem Beziehungsgeflecht der handelnden Personen sehr gut folgen.
Die Geschichte wird rund um die Protagonistin Bianca Rossi erzählt. Sie fungiert als Erzählerin in der dritten Person. Ergänzt wird dies durch einen zweiten Erzähler, der nur kurze Abschnitte übernimmt und gemeinhin als Teufel bezeichnet wird. Wer oder was sich dahinter verbirgt, erfährst du beim Lesen oder Hören der Geschichte.
Ich habe das Buch sowohl gehört als auch gelesen. Die Sprecher Muriel Leonie Graf und Frank Dolde verleihen ihren Figuren eine passende Stimme. Besonders gefallen hat mir bei der Sprecherin die Aussprache der italienischen Begriffe, die bei mir irgendwie sofort Urlaubsstimmung aufkommen ließen. Aber auch Frank Dolde überzeugt als Teufel. Er transportiert die von der Figur ausgehende Gefahr sehr gut und weckt die Neugier darauf, wie sich die Handlung weiterentwickeln wird.
Zum Inhalt möchte ich gar nicht allzu viel sagen, da das Wichtigste bereits im Klappentext zu finden ist. Aperol gehört zu den Lieblingsgetränken der Ermittlerin und taucht auch gestalterisch im Buch auf. Zu Beginn jedes neuen Kapitels findet sich ein entsprechendes Glas dezent in Grau im Hintergrund. Schon das Durchblättern macht das Buch zu einem kleinen optischen Genuss und es lassen sich dabei noch weitere Details entdecken.
Auch sprachlich ist die Geschichte sehr bildhaft erzählt. So konnte ich mir zum Beispiel das Bühnenbild für die Oper am Ufer in Salò sehr gut vorstellen. Die Inszenierung wirkt lebendig und die letzte Szene habe ich mir direkt noch einmal angehört und nachgelesen, weil sie mich besonders angesprochen hat. Mein pharmazeutisches Interesse wurde dabei ebenfalls geweckt. Auf Details gehe ich bewusst nicht ein, um nichts vorwegzunehmen.
Magst du Kriminalgeschichten, die an idyllischen Orten spielen? Warst du schon einmal am Gardasee und möchtest dort gedanklich etwas Spannung erleben? Dann greife zu „Ein Aperol in Moll“ von Heidi Troi und begleite Bianca Rossi bei ihren Ermittlungen. Tauche ein in die besondere Atmosphäre am Gardasee und genieße dabei auch das ein oder andere italienische Klischee. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und gespannt verfolgt, welche Rolle der Teufel in der Geschichte spielt. Von mir gibt es eine klare Lese- und Hörempfehlung für alle, die Krimis mit italienischem Setting mögen.
Kerstins Kartenwerkstatt
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Kommentare
Ein Aperol in Moll
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