Kerstins Kartenwerkstatt

Kerstins Kartenwerkstatt – Kreatives aus Papier und ganz viel über Bücher

Mathilde und Marie

11.02.2026 – 20:06 Uhr
Cover: Mathilde und Marie

Das Cover wirkt wie ein Ölgemälde eines kleinen Dorfes. Im Hintergrund ragen die Berge in den Himmel und rahmen den Ort mit seinen vielen roten Dächern ein. Auf mich wirkt es einfach idyllisch und lässt auf eine ruhige, atmosphärische Geschichte hoffen.

Mathilde und Marie von Torsten Woywod erschien im Argon Verlag. Das Hörbuch wurde von Sabine Arnhold eingelesen. Sie verleiht den Bewohnern von Redu ihre Stimme und trägt maßgeblich zur ganz besonderen Atmosphäre dieses Bücherdorfes bei.

Eine kleine Anmerkung vorab: Das Bücherdorf Redu gibt es tatsächlich in Belgien. Die Figuren hingegen sind der Fantasie des Autors entsprungen. Ich muss gestehen, dass ich vor der Lektüre nicht wusste, dass es solche Orte überhaupt gibt. Eine kurze Recherche zeigte mir jedoch, dass es durchaus mehrere davon gibt. Übrigens auch einen Ort namens Damme, genauso wie der Ort, in dem ich wohne, nur dass dieser ebenfalls in Belgien liegt. Ich glaube, einen solchen Ort mit ganz vielen Antiquariaten und Buchhandlungen möchte ich mir unbedingt einmal live ansehen.

Nun zurück zur Geschichte. Sie wird aus mehreren Perspektiven erzählt, überwiegend in der dritten Person. Einzig Mathilde nimmt mich als Ich-Erzählerin mit und lädt direkt dazu ein, sich mit ihrer Einsamkeit auseinanderzusetzen. Ihre Schilderungen gehen einher mit tagebuchähnlichen Einträgen, die auf einen bestimmten Tag vor mehr als 100 Tagen anspielen. Was genau dahintersteckt, verrät dir die Geschichte selbst.

Der Fokus lag für mich jedoch klar auf Marie. Sie ist Französin und strandet eher zufällig in Redu. Nach und nach freundet sie sich mit den Gegebenheiten des Dorfes an und stellt sich sogar auf nur eine Stunde Internet am Tag ein. Allein dieser Aspekt, schon im Klappentext erwähnt hat mich schmunzeln lassen.

Mit dem Hörbuch hatte ich einige ruhige, intensive Hörmomente. Ich habe die Zeit im Dorf genossen und die Eigenheiten der Bewohner nach und nach ins Herz geschlossen. Dabei durfte ich miterleben, wie Marie an ihren Herausforderungen wächst und wie Mathilde langsam einen Zugang zu den anderen findet. Für mich war es eine anrührende Geschichte, die mich so schnell nicht wieder loslassen wird.

Magst du Geschichten über Bücher und die Liebe zu ihnen? Tauchst du gern in Erzählungen ein, die das Leben selbst schreibt? Dann freue dich auf "Mathilde und Marie" von Torsten Woywod und begleite die beiden Frauen auf ihrem Weg. Dich erwarten leise Töne, eine ganz besondere Atmosphäre im Bücherdorf und das Fest der Bücher, das zahlreiche Besucher ins Dorf lockt. Von mir gibt es eine klare Lese- und Hörempfehlung.


Gesamtbewertung: 5/5
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Klappentext

Mathilde und Marie

Roman von Torsten Woywod
Cover: Mathilde und Marie

Eine Liebeserklärung an den Zauber des Lesens und eine Rückbesinnung auf das, was wir im Leben wirklich brauchen!

Warmherzig und entschleunigend – ein Hörbuch, das einfach nur guttut

In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur zwischen 19 und 20 Uhr verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr. Als dann jedoch die junge Französin Marie ins Dorf kommt und der Frühling Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuem Leben erweckt. Selbst die mürrische Mathilde kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen ...

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