Wie gut sind die privaten Ermittlungen?
Kommentare
Thema: Wie gut sind die privaten Ermittlungen?
da geht's dir wie mir, eine Rezzi kommt auf jeden fall das ist Ehrensache, dauert nur a weng, denn ich bin jeden Tag am PC und da habe ich nicht immer lust am Abend auch noch mich hinzu setzen und recht viel zu tun.
Dann kommt jetzt die zweite Frage, wie gut die privaten Ermittlungen von Alwin und Matt wirken.
Tja, auch auf die Gefahr hin, hier zur Leserunden-Meckertante zu werden, die ganze Ermittlungsarbeit überzeugt mich so leider auch nicht.
In erster Linie liegt es daran, dass es den beiden viel zu leicht gemacht wird. Sie schleichen nachts zum Tatort, dort ist weder die Haus- noch die Wohnungstür auch nur abgeschlossen, von polizeilicher Absperrung ganz zu schweigen. Sie entdecken Sachen, die die Spusi übersehen hat, schon seltsam, denn um das Handy des Toten zu finden, war die Polizei gründlich genug, um sämtliche Müllcontainer im Umkreis von 300 Metern zu durchsuchen.
Sie ziehen nicht immer nachvollziehbare Schlussfolgerungen, bewegen sich aber zielstrebig und ohne irgendwelche Irrtümer kontinuierlich auf die richtige Lösung zu.
Matt erkennt sofort das Haus auf dem Foto, ein Name ist auch gleich parat. Dann ist dort zufällig eine Hausmeisterstelle frei und problemlos kann er sich dort einschleusen. Zufällig hört er wichtige Gespräche mit an, zufällig findet er auch den Archivschlüssel (was zwar wichtig ist, aber nur nebensächlich erwähnt wird) und dort genauso zufällig das codierte Notizbuch und so weiter.
Das zu entschlüsseln, ist die einzige Stelle, an der man als Leser miträtseln darf, es ist zwar nicht übermäßig schwierig, aber hat richtig Spaß gemacht. Nur, für einen ganzen Roman ist das zu wenig.
Von Ermittlungen kann man da eigentlich gar nicht so richtig reden, weil ja kaum richtig ermittelt wird.
Alwin und Matt marschieren wie auf einer Geraden von einem Punkt zum nächsten, finden überall sofort die richtigen Beweise, es gibt keine Überraschungen, sie haben dabei keinerlei Schwierigkeiten und auch sonst kaum Probleme.
Als Leser muss ich leider sagen, dass das etwas enttäuschend ist und zumindest bei mir kein so richtiger Lesespaß aufgekommen ist.
(Rezi kommt auch noch, wird aber wieder ein paar Tage dauern.)
Ja liebe Yoro, wenn man die beiden anderen Buchrezensionen von dir liest, könnte man tatsächlich glauben, dass es zu deinem naturell gehört zu kritisieren. Aber eine Meinung zu haben und diese zu äußern ist ein hohes Gut. Vielleicht magst Du ja auch noch ein paar positive Worte für meinen Roman finden.
Meine Rezzi ist auch geschrieben und vielen dank das ich mitlesen durfte
Lieber Peter, mir ist völlig klar, dass du mit so viel Kritik nicht glücklich bist. Ich würde auch viel lieber alles toll finden, aber mehr als meine ehrliche Meinung zusammen mit einer ausführlichen Begründung anbieten kann ich nicht.
Mittlerweile hab ich hier 4 Rezensionen online, die letzten beiden kommen gut weg.
Ich habe das Buch nun auch gelesen und mich am Ende gut unterhalten gefühlt.
Das Ganze ist unter dem Strich eher unspektakulär, bietet aber dennoch ausreichend Spannung und eine doch recht komplexe Geschichte, die vielleicht etwas mehr Umfang hätte vertargen können. So fehlt es mir zwischendurch ein wenig an Tiefe.
