Ellen Spielmann
Blaise Cendrarsâ Brasilienreisen in den 1920er Jahren: Begegnung mit der brasilianischen Avantgarde
- Eine Revision
ISBN: 978-3-961-38323-8
213 Seiten | ⏠38.00
Buch [Taschenbuch]
Erscheinungsdatum:
10.06.2022
Roman
Ellen Spielmann
Blaise Cendrarsâ Brasilienreisen in den 1920er Jahren: Begegnung mit der brasilianischen Avantgarde
Eine Revision
Anfang des 20. Jahrhunderts galt Brasilien als das Land des Kaffees und des Abenteuers, trotz der fortschreitenden Ausbreitung der Moderne. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts nahm es neben China und Indien Kurs darauf, eine SchlĂŒsselrolle in der globalen Welt zu spielen. Mit dem Staatsputsch 2016 und der de facto herrschenden MilitĂ€rregierung erlebt das Land einen jĂ€hen RĂŒckschlag. Ob die erwartete RĂŒckkehr zur Demokratie 2022 Brasilien bald wieder ins Gleichgewicht bringt ist ungewiss.
Im Fokus des Buchs stehen die Unternehmen des Brasilienreisenden, Dichters und Schriftstellers der Avantgarde Blaise Cendrars und der Brasilianer, die â was bis dato Ă€uĂerst ungewöhnlich war â in das Hinterland Brasiliens reisten. Zwischen 1924 und 1928 unternahm Cendrars drei lĂ€ngere Brasilienreisen. Ziel war, Brasilien zu verstehen und zu ergrĂŒnden. Seine Reisen sind ein avantgardistisches âone manâ-Experiment in kultureller Ăbersetzung und der Entwurf einer transatlantischen Vernetzung, in der bisher Ozeandampfer und UnÂterseekabel die einzige Verbindung waren. In Cendrarsâ GepĂ€ck befinden sich auch ein kleines BĂ€ndchen âLâArt nĂšgreâ und seine Gedichtsammlung L'Anthologie nĂšgre (1921). In seinem Vortrag âSur la littĂ©rature des nĂšgresâ konfrontiert er das brasilianische Publikum mit seiner bis zu diesem Zeitpunkt gĂ€nzlich verdrĂ€ngten und abgelehnten schwarzen Geschichte und Kultur. Der Austausch, die intensive kĂŒnstlerische Zusammenarbeit mit der brasilianischen Malerin Tarsila do Amaral, mit Dichtern, Musikern, Intellektuellen bleibt eine kurze Episode, wird von der Weltwirtschaftskrise 1929 und ihren Folgen, der Zersplitterung der Avantgarde, und dem Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Doch Cendrarsâ Reise und ihre ErtrĂ€ge liefern auch heute SchlĂŒssel zum VerstĂ€ndnis Brasiliens.
Im Fokus des Buchs stehen die Unternehmen des Brasilienreisenden, Dichters und Schriftstellers der Avantgarde Blaise Cendrars und der Brasilianer, die â was bis dato Ă€uĂerst ungewöhnlich war â in das Hinterland Brasiliens reisten. Zwischen 1924 und 1928 unternahm Cendrars drei lĂ€ngere Brasilienreisen. Ziel war, Brasilien zu verstehen und zu ergrĂŒnden. Seine Reisen sind ein avantgardistisches âone manâ-Experiment in kultureller Ăbersetzung und der Entwurf einer transatlantischen Vernetzung, in der bisher Ozeandampfer und UnÂterseekabel die einzige Verbindung waren. In Cendrarsâ GepĂ€ck befinden sich auch ein kleines BĂ€ndchen âLâArt nĂšgreâ und seine Gedichtsammlung L'Anthologie nĂšgre (1921). In seinem Vortrag âSur la littĂ©rature des nĂšgresâ konfrontiert er das brasilianische Publikum mit seiner bis zu diesem Zeitpunkt gĂ€nzlich verdrĂ€ngten und abgelehnten schwarzen Geschichte und Kultur. Der Austausch, die intensive kĂŒnstlerische Zusammenarbeit mit der brasilianischen Malerin Tarsila do Amaral, mit Dichtern, Musikern, Intellektuellen bleibt eine kurze Episode, wird von der Weltwirtschaftskrise 1929 und ihren Folgen, der Zersplitterung der Avantgarde, und dem Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Doch Cendrarsâ Reise und ihre ErtrĂ€ge liefern auch heute SchlĂŒssel zum VerstĂ€ndnis Brasiliens.
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| Veröffentlichung: | 10.06.2022 |
| Höhe/Breite/Gewicht | H 21 cm / B 14,8 cm / 360 g |
| Seiten | 213 |
| Art des Mediums | Buch [Taschenbuch] |
| Preis DE | EUR 38.00 |
| Preis AT | EUR 39.10 |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-961-38323-8 |
| ISBN-10 | 3961383235 |
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