Plattformforschung nach dem Digital Services Act
Interdisziplinäre Perspektiven
Der Digital Services Act (DSA) ist eine der zentralen Säulen europäischer Digitalpolitik – und die regulatorische Antwort auf die expansiven und datenextraktivistischen Geschäftsmodelle globaler Plattformkonzerne. Für zivilgesellschaftliche Akteure verbinden sich mit dem Gesetz viele Potenziale und Hoffnungen. Denn zahlreiche der von Big Tech Companies und ihren Plattformen ausgehenden Gefahren werden durch den DSA erstmals anerkannt, unabhängig analysiert und bewertet. Annähernd zwei Jahre nach dem Inkrafttreten des DSA werden digitalisierte Gesellschaften mehr denn je vor Probleme wie Informationsmonopolisierung, Desinformation, Wahlbeeinflussung, Diskriminierung und digitale Gewalt gestellt. Zudem vollzieht sich die Umsetzung des DSA inmitten steigender geopolitischer Spannungen, aggressiverer Marktstrategien und autoritärer Gesellschaftsumwälzungen nur langsam. Dieser Band versammelt sowohl interdisziplinäre theoretische und methodische Perspektiven aus Soziologie, Medien- und Rechtswissenschaft als auch Praxisberichte und Politisierungen. Zusammengenommen bieten sie ein facettenreiches Bild der Möglichkeiten und Grenzen des DSA, insbesondere im Kontext kritischer Forschung. Gleichzeitig wird veranschaulicht, welche kritischen, reflexiven und solidarischen Transformations- und Interventionspotentiale jenseits regulatorischer Gesetzesreformen nötig und möglich sind.
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| Veröffentlichung: | 28.08.2026 |
| Art des Mediums | Digital |
| Auflage | 1. Auflage |
| ISBN-13 | 978-3-755-21046-7 |
Über die Autorin
Dr. Jennifer Eickelmann ist Juniorprofessorin für Digitale Transformation in Kultur und Gesellschaft an der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften und Co-Sprecherin des Forschungsschwerpunktes digitale_kultur an der FernUniversität in Hagen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle von Gender/Queer Media Studies und Ungleichheits-/Kultursoziologie und beschäftigen sich mit der digitalen Transformation und Regulierung affektiver Öffentlichkeiten, mediatisierter Gewalt sowie dem digitalen Wandel des Kuratorischen im Kontext von Social Media und Museen.Diesen Artikel teilen
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