Cover: Schönbergs Musik 1899-1914 im Spiegel des kulturellen Umbruchs
Siglind Bruhn
Schönbergs Musik 1899-1914 im Spiegel des kulturellen Umbruchs
- Von der Tondichtung zum Klangfarbenspiel
ISBN: 978-3-938-09520-1
337 Seiten | € 35.50
Buch [Taschenbuch]
Erscheinungsdatum:
13.04.2015
Sonstiges
Siglind Bruhn

Schönbergs Musik 1899-1914 im Spiegel des kulturellen Umbruchs

Von der Tondichtung zum Klangfarbenspiel

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Diese Studie beschreibt die Entwicklungsschritte in der musikalischen Sprache Arnold Schönbergs während der entscheidenden ersten 15 Jahre seiner kompositorischen Laufbahn. Detaillierte Analysen von achtzehn zentralen Werken dieser Jahre verfolgen seine schöpferische Emanzipation vor dem Hintergrund der gleichzeitigen epochalen Umwälzungen in der bildenden Kunst und der Literatur Mitteleuropas.
1899 hatte Schönberg mit seinem Streichsextett Verklärte Nacht das Fundament für seine Karriere gelegt. In diesem noch in der Nachfolge wagnerscher Leitmotivtechnik komponierten Werk wagte es der 25-jährige Komponist, die Idee der instrumentalen Interpretation eines dichterischen Textes, die bis dahin auf Klavierstücke und sinfonische Werke beschränkt war, auf ein Kammermusikwerk zu übertragen. 1914, als der inzwischen 40-jährige gerade sein erstes Thema aus zwölf nicht wieder aufgegriffenen chromatischen Tönen geschrieben hatte, wurde seine Arbeit für acht Jahre unterbrochen, zunächst durch seinen Dienst im Ersten Weltkrieg, anschließend durch seine angespannte finanzielle Lage, die ihn zwang, seine Arbeitszeit mit Transkriptionen von Werken damals populärer Komponisten zu verbringen.
Während der 15-jährigen Zeitspanne zwischen 1899 und 1914 machte Schönberg eine Entwicklung durch, in deren Verlauf er in konsequenter Folge einen Parameter der Musik nach dem anderen neu definierte und so von konventionellen Erwartungen befreite. Inspiration hierfür suchte er nicht zuletzt in den Schwesterkünsten, insbesondere bei Malern und Dichtern, deren parallele Neuerungen denn auch den Einstieg in die fünf Hauptkapitel dieses Buches liefern.

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Postleitzahl
Veröffentlichung:13.04.2015
Höhe/Breite/GewichtH 21 cm / B 14,8 cm / 435 g
Seiten337
Art des MediumsBuch [Taschenbuch]
Preis DEEUR 35.50
Preis ATEUR 36.50
Auflage1. Auflage
ISBN-13978-3-938-09520-1
ISBN-103938095202
EAN/ISBN

Über den Autor

Siglind Bruhn, geb. 1951 in Hamburg, studierte Klavier (Staatsexamen Musikhochschule Stuttgart, Meisterklasse Wladimir Horbowski) sowie Romanistik, vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie (Magister Artium, Universität München), bevor sie 1985 in Wien in Musikanalytik / Musikwissenschaft promovierte. Nach zehnjähriger Lehrtätigkeit zunächst in Deutschland, dann an der Universität Hong Kong arbeitet sie seit 1993 in Ann Arbor, U.S.A., als Research Associate am Geisteswissenschaftlichen Forschungsinstitut der Universität von Michigan. Ab 2005 ist sie ans Institut d'esthétique des arts contemporains der Sorbonne verpflichtet.
Bruhns Forschungsarbeit konzentriert sich auf die Musik des 20. Jahrhunderts, insbesondere in deren Beziehung zu Literatur, bildender Kunst, Religion und Philosophie. Unter ihren dreizehn Buchmonografien finden sich Studien zur musikalischen Darstellung psychologischer Wirklichkeit in Alban Bergs Wozzeck, zu Bildern und Ideen in der Klaviermusik Debussys und Ravels, zur Darstellung religiöser Inhalte in Messiaens Vingt regards sur l’Enfant-Jésus, zu Hindemiths Oper Mathis der Maler als geistiges Zeugnis, zu sinfonischen Reflexionen über Gemälde, Gedichte und Dramen, zu Hindemiths zweifacher Auslegung von Rilkes Marienleben und zum Phänomen der Heiligen auf der Opernbühne. Bruhn publiziert regelmäßig in wissenschaftlichen Zeitschriften und Anthologien, hat fünf Aufsatzsammlungen als Mitautorin und Herausgeberin betreut und ist (mit Magnar Breivik) Editorin der bei Pendragon Press in New York erscheinenden Buchreihe “Interplay: Music in Interdisciplinary Dialogue.” 2001 wurde sie als ordentliches Mitglied in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste gewählt. (Weitere Informationen unter www.umich.edu/~siglind.)

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