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Auszeit im Café am Rande der Welt - Eine Wiederbegegnung mit dem eigenen Selbst (Teil 3) von John Strelecky

15.09.2026 – 17:52 Uhr
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Inhaltsangabe:
Wenn sich John freiwillig für einen Anzug entscheidet, dann hat dies einen Grund: in diesem Fall war es die Beerdigung seines kürzlich verstorbenen Patenonkels. Mit diesem verbindet der einstige Manager wunderschöner Kindheitserinnerungen, in denen sie gemeinsam mehrere Tage Campingurlaub mitten in der Natur machten. Die enge Bindung hielt auch weiterhin an, als John größer wurde und mit seinem Studium anfing und wegzog. Über einen regelmäßigen Briefkontakt tauschten sich die beiden aus bis dieser mit der Zeit immer weniger wurde - nicht zuletzt, durch John's regelmäßige Umzüge in neue Städte.
Jetzt, viele Jahre später bereut der inzwischen 50-jährige sich nicht früher bei seinem Patenonkel gemeldet zu haben und bemerkt zum ersten Mal bewusst, wie schnell die Zeit vergeht. Geplagt voller Trauer und Selbstzweifel macht sich der Vater einer inzwischen 8-jährigen Tochter bei strömenden Regen auf den Weg zum Flughafen, da in wenigen Stunden bereits sein Abflug nach Hause zu seiner Familie bevorsteht. Doch die Fahrt mit dem Mietauto dorthin, verläuft alles andere als reibungslos. Nicht nur das immer stärkere werdende Unwetter zwingt John zum Anhalten, auch ein platter Hinterreifen mitten im Nirgendwo und ohne Handyempfang bringen ihn an seine Grenzen. Verzweifelt und genervt versucht er die Autopanne zu beheben. Dabei bekommt John spontan Gesellschaft von der 15-jährigen Hannah, die ebenfalls von dem aufkommenden Unwetter überrascht wurde.
Auch ihr Fahrrad hat einen Platten, sodass John sich bereit erklärt hat, diese ein Stück mitzunehmen. Gemeinsam fahren die beiden orientierungslos umher, bis der 50-jährige ein bekanntes Licht in der Ferne erblickt. Das Café der Fragen steht nicht unweit von ihm entfernt, sodass er umgehend der Straße folgt die zu dem Lokal führt.
Mittlerweile zum dritten Mal betritt der Familienvater das mysteriöse Café - dieses Mal in Begleitung der kleinen Hannah, die dem Ganzen äußerst skeptisch gegenübersteht.
Die spontanen Gäste werden von Casey herzlich begrüßt, sowie von Mike und seiner Tochter der inzwischen 19-jährigen Emma.
John wird erfahren, was es bedeutet älter zu werden und welche Bereicherung dies für sein eigenes Selbst, aber auch für andere sein wird...
Eigene Meinung:
In John Strelecky's drittem Teil findet der Protagonist John nach weiteren zehn Jahren wieder zurück zum Café der Fragen. Dieses Mal sind die Umstände weniger erfreulich, denn der ehemalige Manager kommt direkt von der Beerdigung seines geliebten Patenonkels. Schmerzlich wird ihm bewusst, wie schnell die Zeit vergangen ist, denn immer wieder treten Erinnerungsfetzen aus seiner Kindheit zum Vorschein, die John mit seinem Patenonkel beim Angeln oder beim Campingurlaub zeigen. Obwohl er nun Vater einer inzwischen 8-jährigen Tochter ist, scheint er erneut orientierungslos zu sein, wie einst vor zwanzig Jahren, als er den Sinn seines Lebens noch nicht erfassen konnte. Mit Hilfe des Lokals und seinen Bediensteten Casey und dem Koch Mike fand John mit 28 Jahren im ersten Teil zurück zu seinem eigenen Selbst. In Band zwei hingegen, wird John sogar selbst zum Mentor und berichtet über seine Erfahrungen und seinem selbst entwickelten Lebensmodell. Doch in diesem Band überkommt dem 50jährigen Mann nun eine Midlife-Crises die seine bisher erlebten Abenteuer in Frage stellen. Erneut müssen Casey und Mike dem verzweifelten Familienvater durch Metaphern und Lebensweisheiten auf die Sprünge helfen, die nicht nur John gedanklich völlig neue Wege aufzeigen, sondern auch dem Leser. Wieder einmal schafft es der Autor in einem stimmungsvollen Ambiente eine lebensbejahende, tiefgreifende Geschichte zu verfassen, die mir wirklich sehr gut gefallen hat. Zwar hätte ich mir gewünscht, noch ein paar weitere Einzelheiten über John und seiner privaten Situation zu erfahren, doch der Autor hat vermutlich ganz bewusst auf diese Fakten verzichtet. So fühlen sich mehr Leser angesprochen und die Geschichte wird nicht mit vielen Kleinigkeiten abgelenkt.
Nachdem mir der zweite Teil nicht ganz so gefallen hat, konnte mich Strelecky dieses Mal wieder voll überzeugen. Während im Vorgängerband die Szenen teilweise extrem in die Längen gezogen wurden, hat der Autor dieses Mal einzelne Themen nur oberflächlich angedeutet. Manchmal hätte ich mir dann doch noch etwas mehr Input gewünscht. Trotz allem eine bisher sehr gelungene Buchreihe.
Fazit: Eine seichte Geschichte mit vielen Anekdoten die das Leben beschreiben. Gefühlvoll und inspirierend!
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

Gesamtbewertung: 4/5
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Klappentext

Auszeit im Café am Rande der Welt

Sonstiges von John Strelecky
Cover: Auszeit im Café am Rande der Welt

Für alle, die an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen – der SPIEGEL-Bestseller im Taschenbuch

Zehn Jahre sind seit Johns letztem Besuch im Café vergangen und die Unbeschwertheit der Jugend ist längst vorbei. John kämpft mit dem Älterwerden. Auf dem Rückweg von der Beerdigung seines geliebten Patenonkels sucht er vor einem Unwetter Zuflucht in einer Unterführung und begegnet der fünfzehnjährigen Hannah. Gemeinsam entdecken sie aufs Neue das Café am Rande der Welt. Sein erster Besuch dort hat John nachhaltig verändert. Sein großes Lebensziel zu reisen und viel von der Welt zu sehen, hat er verwirklicht. Nun ist er erneut an einem Wendepunkt. Die Zeit verfliegt: Seine Tochter wächst rasend schnell heran, morgen wird sie erwachsen sein. Gleichzeitig nehmen seine eigenen Möglichkeiten ab. John fühlt sich festgefahren, er steckt in der Midlife Crisis. Wer kann ihm in dieser Lebensphase neue Denkanstöße geben? Die Bedienung Casey hat da so eine Idee. Max, ein lebensweiser alter Mann, wird zu seinem Mentor. Er hilft ihm dabei, sich wieder auf den Weg zu machen, um eine Antwort auf die alles entscheidende Frage zu finden:  Warum bin ich hier?

Eine hinreißende Erzählung über die großen Fragen des Älterwerdens und die befreiende Reise zu Selbstakzeptanz und einem erfüllten Leben.

Wunderbar stimmig und atmosphärisch gestaltet mit vierfarbigen Illustrationen von Root Leeb.


John Strelecky bei dtv: 

  • Das Café am Rande der Welt
  • Wiedersehen im Café am Rande der Welt
  • Auszeit im Café am Rande der Welt
  • Überraschung im Café am Rande der Welt
  • Safari des Lebens
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  • Zeit für Fragen im Café am Rande der Welt
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