Nebenfiguren - wer bleibt im Kopf?
Kommentare
Thema: Nebenfiguren - wer bleibt im Kopf?
Für mich ist die Mutter im ersten Teil des Buches aber doch sehr passiv, dafür dass sie eigentlich so eine enge Verbindung haben. Klar ist immer die Frage, wie viel Raum man so einer Beziehung gibt, die ja eigentlich eher nebensächlich ist.
Aber deshalb bleibt für mich tatsächlich eher Bruno im Gedächtnis. Ich finde ihn eine smarte Figur, die ein bisschen Abwechslung in die Dynamiken bringt. Ich hoffe auf noch ein paar mehr Infos zu seiner "Beziehung" zu Lu.
Da gebe ich dir recht. Ich denke Bruno wäre eher etwas für Lu. Die in dem ganze Beziehungschaos immer zu kurz kommt. Die Mutter wird wohl noch an Gewicht gewinne, trotz der Abnabelung von Eli. Mal sehen.
Da hüpft mein Autorinnenherz gerade. Es freut mich sehr, dass die Nebenfiguren entdeckt werden.
Auf eine etwas andere Art im Kopf blieb mir jetzt nach meiner gestrigen Lesesession die Professorin. Die Übung, die sie in der Vorlesung durchführt, finde ich klasse. Ich habe tatsächlich vor nicht allzu langer Zeit einen Post auf Insta gemacht, in dem ich so einen "Ort" beschreibe/zeige. Ich finde es unglaublich, dass du genau diese Übung aufgegriffen hast =) Ich habe es geliebt!
Allerdings finde ich es etwas befremdlich, dass Eli sich so der Professorin anvertraut. Es sind ja doch eher "Teenieprobleme" eines Liebesdreiecks, was ich persönlich in dem Rahmen fehl am Platz finde. Aber klar, ich bin ja auch nicht Eli. Vielleicht wäre es aber schön gewesen, wenn man vorher schon etwas über die Professorin erfahren hätte, dass sie nicht einfach als "Fremde" daherkommt.
Danke Dir fürs Teilen Deiner Erfahrung mit der Übung – das freut mich riesig, vor allem weil sie bei Dir so einen Wiedererkennungseffekt ausgelöst hat.
Was die Dozentin betrifft: Eli begegnet ihr ja nicht völlig aus dem Nichts. Die beiden hatten vorher schon zwei Berührungspunkte: einmal beim Austausch über das Thema Scheidungskinder und später, als Eli sich gegen die fiesen Kolleg:innen behauptet. Die Übung trifft Eli dann emotional so stark, dass Dr. Garland für sie zu einer Art Resonanzraum wird. Deshalb öffnet sie sich ihr an dieser Stelle mehr als sie vielleicht sonst getan hätte. Aber ich verstehe den Punkt. Manchmal (und manche von uns) öffnen sich tatsächlich eher einem „Fremden“, weil genau diese Distanz den Druck rausnimmt. Eli weiß aus früheren Begegnungen mit ihr, dass Dr. Garland sensibel genug ist, damit umzugehen.
Bruno der Bär Aber es würde passen als Spitzname ...
Deine Nachricht habe ich heute unterwegs gelesen. Sie hat mich derart erheitert! Ich muss immer noch grinsen.
Nachdem ich über Elas Bruno-Bild mit "Haut und Haare(n)" köstlich amüsiert hatte, war ich von der Sehnsucht in Deinem Post, monti, sehr gerührt. Ja, die (Hoch-)Schule wäre ein ganz anderer Ort, wenn Lehrende sich nicht nur fachlich, sondern auch menschlich zeigen würden. Dr. Garland nimmt sich einen Moment, hört Eli zu und schafft damit einen Raum, in dem etwas in Bewegung kommen kann. Solche Begegnungen sind selten, doch wenn sie passieren, bleiben sie hängen.
Lu und Bruno als Pärchen, ich hab’s geliebt! Eine temperamentvolle Beziehung mit Ecken und Kanten. Die beiden 25 Jahre später kann ich mir jetzt schon ausmalen.
Ich hätte gerne mehr von den beiden mitbekommen
